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"Airwin": Dortmunds erste Windkraftanlage arbeitet seit 20 Jahren

Eichlinghofen20 Jahre Windkraft mit "Airwin" feiert die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21). Das Windrad in Eichlinghofen produziert seit 20 Jahren grünen Strom. Wir erklären, wie "Airwin" zu seinem Namen kam und welche Zukunft er hat.

Dortmunds erste Windkraftanlage arbeitet seit 20 Jahren
Die Windkraftanlage Airwin gehört seit zwei Jahrzehnten zum Landschaftsbild in Eichlinghofen. Foto DEW 21

Er hat eine eigene Bushaltestelle und ist so etwas wie das rotierende Wahrzeichen von Eichlinghofen. Windkraftanlage Airwin ist vor 20 Jahren in Betrieb gegangen. 

14 Millionen Kilowattstunden hat die Anlage in den zwei Jahrzehnten erzeugt. Dadurch konnten 10.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Rund 700.000 kWh bringt sie durchschnittlich pro Jahr ins Netz. Das entspricht dem Stromverbrauch von rund 200 Haushalten. Schwächstes Jahr war 2010, als nur knapp 500.000 kWh erzeugt wurden. Im Jahr 2000 lief Airwin dagegen auf Hochtouren. 900 000 kWh produzierte er zur Jahrtausendwende.

Drei Jahre vom Beschluss bis zum Bauantrag

Seine Geschichte begann im Jahr 1993, als der Rat der Stadt beschloss, die Nutzung von Windenergie in Dortmund auszuloten. Ein Standortgutachten wurde in Auftrag gegeben, Windmessstationen errichtet und mögliche Standorte verglichen. Drei Jahre vergingen bis Ende 1996 der Bauantrag für die Fläche am Steinweg stand. Acht Monate später ging Airwin als erstes Dortmunder Windrad in Betrieb.

Aber wieso überhaupt Airwin? Betreiber DEW21 hatte damals einen Namenswettbewerb ausgerufen. Unter 500 Vorschlägen setzte sich Airwin durch, vielleicht auch, weil er wortspielerisch die Brücke zwischen seinem Zweck und seiner Herkunft schlägt. „Air“, also Luft, ist sein Antrieb und Erwin klingt nach dem Kumpel von der Zeche.

Regelmäßig wird die Anlage gewartet. Das ist ein Drahtseilakt im wahren Sinne des Wortes. Den Job erledigen Industriekletterer, die Rotorblätter und Anlage alle zwei Jahre auf Schäden untersuchen. Dabei hängen sie in 65 Metern Höhe mit einer Zugmaschine an einem Seil. Zusätzlich nimmt ein Gutachter mit Spezialausbildung Kontrollen an Mechanik und Elektrik sowie eine Schwingungsanalyse vor.

Kleinere Kratzer waren schnell auszubessern

In diesem Jahr habe Airwin die große Inspektion wieder erfolgreich bestanden, gab DEW21 bekannt. Kleinere Kratzer habe man schnell ausbessern können. „Die Anlage läuft nach wie vor einwandfrei“, erklärt DEW21-Sprecherin Gabriele Dobovisek.

Dennoch stellt sich nach 20 Jahren auch langsam die Frage nach der Zukunft. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Windrads beträgt rund 25 Jahre. Neuere Anlagen sind inzwischen deutlich größer und effizienter. Der Standort sei aber topografisch sehr gut und Airwin habe die dafür passenden Abmessungen, teilte Dobovisek mit. Deshalb könne er problemlos noch einige Jahre laufen. Was danach kommt, steht noch nicht fest. „Um sich auf die Zeit danach vorzubereiten, prüft DEW21 zurzeit verschiedenste Optionen“, verrät die Pressesprecherin.

 

 

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