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Prozess um versuchten Mord: Nach Kneipenstreit: Angeklagter rammte Opfer Messer in die Brust

DORTMUNDEin 23-jähriger Hörder muss sich seit Montag wegen versuchten Mordes vor dem Dortmunder Schwurgericht verantworten. Nach einem Kneipenstreit Anfang Oktober hatte er seinem Opfer ein Messer in die Brust gerammt. Angeblich entzündete sich der folgenschwere Streit an einer flapsigen Begrüßung.

Der 23-Jährige hatte in der Nacht des 1. Oktober 2016 zusammen mit zwei jungen Frauen in einer Kneipe in Hörde Bier getrunken. Als ein Bekannter hereinkam, um sich an die Theke zu setzen, will er diesen mit den Worten „Hi, Langer“ begrüßt haben. Tatsache ist, dass sich die beiden Männer schon wenig später draußen vor der Kneipentür erneut gegenüber standen. Dabei zog der Angeklagte ein Messer und stieß es dem anderen in die Brust.

Doch was hatte die Situation so eskalieren lassen? Der Angeklagte behauptet, der „Lange“ habe sich so sehr über die respektlose Behandlung geärgert, dass er ihn aufgefordert habe, die Sache vor der Tür „zu klären“. Dabei habe der in der Tat wesentlich größere Kontrahent dann einen Gegenstand aus der Tasche gezogen, der wie ein Messer ausgesehen habe. „Deshalb habe ich schnell meins gezogen und zugestochen“, erinnerte sich der 23-Jährige.

Opfer: "Er hat einfach zugestochen"

Der Verletzte hat den Abend dagegen ganz anders in Erinnerung. Der Angeklagte habe ihn nicht nur „Langer“ genannt, sondern die ganze Zeit über beleidigt und provoziert. Und draußen habe er keinesfalls ein Messer gezogen, so der Zeuge. „Das passt nicht zu mir. Ich will keinen Streit. Nein, er hat einfach zugestochen.“

Jetzt müssen die Richter mithilfe von weiteren Augenzeugen versuchen, Licht ins Dunkle zu bringen.

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