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Teutonenstraße: Nach der Explosion im März fließt jetzt der Verkehr wieder

HÖRDEWenn die Normalität eine Nachricht ist, dann ist wirklich etwas passiert. Durch die Teutonenstraße - am 31. März Schauplatz einer absichtlich herbeigeführten Explosion mit einem Todesopfer - fahren wieder Autos. Zum ersten Mal seit fünf Monaten. Doch noch immer hängt ein unsichtbarer Schleier über der Straße.

Nach der Explosion im März fließt jetzt der Verkehr wieder
Ein normales, aber doch ein neues Bild: Die Teutonenstraße in Hörde ist fünf Monate nach der verheerenden Gas-Explosion mit einer Toten wieder befahrbar. Für viele Anwohner ist die Normalität aber noch nicht zurückgekehrt. Foto: Felix Guth

Zaghaft wird die Teutonenstraße wieder normal Straße. Hier biegen wieder Autos ein, vorsichtig, als wollten sie die Straße erst wieder an sich gewöhnen. Sie schlängeln sich vorbei an dem Bauzaun vor der großen Lücke. Dort, wo das Haus mit der Nummer 3 stand. Noch arbeitet hier das Abbruchunternehmen. Der Wiederaufbau soll so bald wie möglich beginnen. „Die Gespräche mit den Architekten laufen nach wie vor“, sagt Boris Deuter, Prokurist bei der Wohnungsgenossenschaft gws, Eigentümerin der Häuser.

Ruhe nach dem Schock

Die Bewohner der Teutonenstraße haben die Ruhe nach dem Schock genossen. Sie haben sie gebraucht. „Es hätte eigentlich so bleiben können, ohne Autos. Hier waren Kinder auf der Straße, es war ruhig“, sagt Nachbar Manuel Driller. „Es ist gut, dass hier wieder etwas Neues hinkommt“, meint Manuel Driller. 

Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis hier der Durchgangsverkehr wieder zurückkehrt, der die kleine Straße vor der Explosion belastet hat. Dazu werden die Menschen hier noch mit einem anderen Verkehr leben müssen: dem der Schaulustigen, die zumindest in den ersten Tagen zahlreich kommen, um einen Blick auf die Lücke werfen zu können.

"Zu heftig" 

Für andere Bewohner ist die Straße nicht mehr dieselbe wir vorher. „Zu heftig“, seien ihrer Erinnerungen an diesen 31. März, erzählt eine Frau. Sie habe zum Zeitpunkt der Explosion direkt vor dem Haus gestanden, könne die Straße bis heute nicht durchqueren.

Unmittelbar betroffene Nachbarn und auch Kinder der benachbarten Stiftsschule haben in den vergangenen Monaten psychologische Hilfe in Anspruch genommen, um das Geschehene zu verarbeiten. Ein 48 Jahre alter Mann hatte nach bisherigen Erkenntnissen mithilfe von Gas die Explosion ausgelöst. Eine Mieterin war in ihrem Bett von den Trümmern erschlagen worden. Zuvor hatte es mehrfach Probleme zwischen dem Mann und Nachbarn gegeben, inklusive eines Polizeieinsatzes in der Nacht vor der Explosion.

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