Ein Angebot aus dem Medienhaus Lensing

Zu wenig Platz, zu viele Autos: Darum diskutieren Bewohner des Hörder Zentrums seit Monaten übers Parken

HÖRDEDas Hörder Zentrum wächst. Das ist so gewollt. Mit jedem Neubau rollen mehr Autos durch das enge Straßennetz. Die Themen Verkehr und Parkplätze sind virulent. Zuletzt hat sich das an den Straßen Nagelschmiedegasse und Wallrabenhof gezeigt. Hier gibt es große Parkprobleme. Die Nachbarschaft rückt zusammen.

Darum diskutieren Bewohner des Hörder Zentrums seit Monaten übers Parken
Die Straße Wallrabenhof im Hörder Zentrum. Hier beklagen viele Anwohner seit Monaten, den zunehmenden Verkehr und viele Falschparker. Foto: Felix Guth

Am Ende kommt hier zwischen Alfred-Trappen-Straße vieles zusammen, was die Verkehrsdebatten in Hörde seit einigen Jahren prägt. Bedingt durch die wiederkehrende Baustellensituation rund um den Media-Markt und die Faßstraße, hat sich in diesem Teil des Zentrums einiges verändert.

„Während der Media-Markt-Baustelle haben hier viele abgekürzt“, sagt Rolf Martin von der Hörder Stadtteilagentur. Anwohner hatten sich im Januar an die Agentur gewandt, weil sie genug vom Parksuchverkehr und dem ungeordneten Parken hatten. Trotz Anwohner-Parkausweis fanden sie keinen Platz für ihr Auto. Teilweise sei die Müllabfuhr nicht durchgekommen, weil die Straße zugeparkt war.

Konstruktive Treffen

Verwirrung gab es auch um eine Ladezone eines mittlerweile geschlossenen Betriebs. Wer dort (falsch) parkt, blieb in der Vergangenheit unbestraft. Anwohner, deren Parkschein nur kurz überzogen war, bekamen ein Knöllchen. Das erste Treffen mit Vertretern der städtischen Verkehrs- und Ordnungsbehörde brachte gleich Bewegung in die Lage. Im Februar sprachen vier Bewohner von Wallrabenhof und Nagelschmiedegasse in der Bezirksvertretung Hörde vor. Das Stadtteil-Gremium gab die Wünsche in einem offiziellen Prüfauftrag an die Verwaltung weiter. Dieser läuft noch.

Eine entscheidende Frage ist, ob die Einbahnstraßenrichtung für die Alfred-Trappen-Straße geändert werden kann. Sie wäre dann von der Seekante aus nicht mehr befahrbar. Außerdem wird geprüft, ob Wallrabenhof und Nagelschmiedegasse als Anliegerstraßen ausgewiesen werden können. Ein weiteres Treffen gab es im März. Erste kleinere Schritte sind bereits umgesetzt worden, etwa neue Parkplatz-Markierungen auf dem Asphalt.

In rund vier Wochen wollen sich Nachbarn, Stadtteilagentur und Stadt Dortmund noch einmal zusammensetzen. Dann geht es vor allem um die Frage, wie sich die Situation seit der Eröffnung des Media-Markts Ende März entwickelt hat. Anwohner hatten mehrfach die Befürchtung geäußert, dass sich der Parksuchverkehr und das Falschparken durch die erwarteten Kunden noch verschlimmern könnten. Für eine fundierte Einschätzung hierzu, ist seit der Eröffnung noch nicht genug Zeit vergangen. Im Kern sind es laut Rolf Martin zwölf Hörder, die sich für das Thema einsetzen. „Es tut der Nachbarschaft gut“, sagt Martin. Gerade in Innenstadt-Zonen sei Parkraum ein Thema, das viele dazu anregt, aktiv zu werden.

Rolf Martin sagt: „Es zeigt sich das, was an vielen Stellen in Hörde passiert: Die Leute quetschen sich gerne, um bis kurz vor den City-Eingang zu kommen, anstatt zu laufen.“ Dafür verantwortlich, so die Recherchen der Betroffenen, seien in der Regel nicht auswärtige Gäste sondern vielfach Hörder.

Zur Startseite >

Orte

Kommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

Bitte beachten Sie beim Verfassen eines Kommentars unsere Kommentarregeln.

Verkehr ohne Verkehrsregeln führt ins Chaos. Internet-Debatten ohne Verhaltensregeln auch. Deshalb gibt es diese Kommentarregeln. Sie definieren den Rahmen, der eine sachliche, niveauvolle, faire und offene Diskussionskultur möglich machen soll. Wir bitten alle Leserinnen und Leser, sich an die folgenden Regeln zu halten:

  • Registrierung: Um bei uns mitdiskutieren zu können, müssen Sie sich registrieren. Bitte tun Sie dies mit Ihrem tatsächlichen Namen. Wir behalten uns das Recht vor, Accounts mit Fantasienamen zu sperren.
  • Seien Sie freundlich, fair und tolerant! Ein guter Umgangston ist die Grundlage für eine gute Diskussion. Behandeln Sie andere so, wie Sie selbst behandelt werden möchten.
  • Das bedeutet: Keine persönlichen Angriffe auf andere Nutzer! Beleidigende, rassistische, sexistische, vulgäre, hetzerische oder gewaltverherrlichende Töne sind bei uns nicht erwünscht und werden vom Administrator gelöscht. Gleiches gilt für Links auf entsprechende Seiten im Internet.
  • Teilen Sie Informationen mit uns! Schenken Sie uns und den anderen Lesern Ihr Expertenwissen! Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen als Augenzeuge! Stellen Sie Fragen und sagen Sie uns, wozu Sie noch mehr erfahren wollen!
  • Das Veröffentlichen urheberrechtlich geschützter Inhalte - zum Beispiel kompletter Artikel anderer Internetseiten - ist nicht erlaubt. Inhalte und Links mit werblichem oder kommerziellem Charakter werden gelöscht.
  • Es ist verboten, private Daten (Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen) zu veröffentlichen.
  • Beachten Sie das Thema einer Diskussion - Off-Topic-Beiträge sind unerwünscht.
  • Mit der Teilnahme an der Diskussion erkennen Sie die Kommentarregeln an. Bei Verstößen kann ein Diskussionsteilnehmer dauerhaft ausgeschlossen werden. Eine Registrierung unter einem anderen Namen wird nicht gestattet.
  • Wir behalten uns vor, einzelne Nutzerbeiträge in anderen Medien zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf ein Honorar besteht nicht.
  • Bei technischen Problemen schreiben Sie bitte eine E-Mail an online@ruhrnachrichten.de.
Sie können bis zu 1000 Zeichen als Text schreiben.

Mehr aus diesem Ressort

Auch interessant

Weitere Artikel

Prozessauftakt in Bochum: Mutmaßlicher Uni-Vergewaltiger schweigt vor Gericht

Mutmaßlicher Uni-Vergewaltiger schweigt vor Gericht

BOCHUMNach der Vergewaltigung von zwei chinesischen Studentinnen in Bochum hat der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter begonnen. Der 32-Jährige soll im vergangenen August und November in der Nähe der Ruhr-Universität über die beiden 22 und 28 Jahre alten Frauen hergefallen sein. Beim Prozessauftakt am Donnerstag vor dem Bochumer Landgericht äußerte sich der angeklagte Asylbewerber aus dem Irak nicht zu den Vorwürfen.

Nach Oben
© 2016 Verlag Lensing-Wolff GmbH & Co. KG