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Bahnübergang Husen: "Schranken-Wirrwarr" verunsichert Autofahrer

HUSENAm Bahnübergang in Husen spielen die Schranken verrückt: rauf, runter, rauf, runter, rauf, runter. Als sie dann oben bleiben sind die wartenden Autofahrer verwirrt und verunsichert. Einer ruft die Polizei. Am Ende überqueren die Fahrer die Gleise mit einem mulmigen Gefühl. Und einigen Fragen.

"Schranken-Wirrwarr" verunsichert Autofahrer
Anwohner Hans-Jürgen Gimpel sorgt sich um die Sicherheit am Bahnübergang Husener Straße. Foto: Oliver Schaper

Seltsam waren die Bewegungen der Schranke am Bahnübergang Husener Straße am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr. Mit einem mulmigen Gefühl überquerte so mancher Autofahrer anschließend die Schienen der Bahnlinie Dortmund-Hamm.

Hans-Jürgen Gimpel (58) war einer der Autofahrer, der in der Schlange bei geschlossener Schranke stand. Er erzählt, was dann passierte: „Das rote Licht der Signalanlage ging aus, und die beiden Halbschranken gegenüber der jeweiligen Fahrspur gingen nach oben. Die Autofahrer schalteten ihre Motoren ein, weil sie dachten, dass die beiden übrigen Halbschranken jetzt auch hochgehen würden.“ Doch stattdessen seien die beiden offenen Halbschranken wieder runtergegangen. „Dieser Vorgang hat sich dann noch dreimal wiederholt, ohne dass in dieser Zeit ein Zug gekommen wäre“, schildert der Husener.

„Total verunsichert“

„Als die Schranke dann aufging und wir fahren konnten, waren wir total verunsichert“, gibt Hans-Jürgen Gimpel die Gemütslage wieder. Die Autofahrer hätten den Übergang ganz vorsichtig überquert, nach links und rechts geschaut. Einige hundert Meter entfernt habe ein Zug in Fahrtrichtung Hamm gestanden, berichtet Hans-Jürgen Gimpel. Beim Verlassen des Übergangs habe er noch gesehen, dass das rote Licht der Signalanlage wieder angegangen sei.

Wegen des „Schranken-Wirrwarrs“, wie er es nennt, rief er die Polizei. „Das ist doch ganz klar eine Fehlfunktion gewesen“, findet der Husener, der ganz in der Nähe wohnt und den Bahnübergang genau kennt. Solche Probleme müssten schnell behoben werden. „Sonst passiert hier irgendwann ein ganz dickes Ding.“

Sicherung der Anlagen

Auf Anfrage dieser Redaktion bestätigte Polizeisprecherin Cornelia Weigand den Einsatz. Vor Ort hätten die Beamten dann aber keine Störung mehr feststellen können. Generell erläuterte die Sprecherin, dass im Falle einer Störung oder eins Ausfalls der Schranken zuallererst die Bahn selbst für die Sicherung der Bahnanlagen zuständig sei, als nächstes dann auch die Bundespolizei.

Die Ursache der Störung konnte die Deutsche Bahn am Freitag noch nicht benennen, will die Erklärung aber nachliefern.

In der Vergangenheit ist es immer wieder zu Störungen am Husener Bahnübergang gekommen. So waren die Schranken geöffnet, als 2013 ein ICE den Übergang mit gedrosseltem Tempo passierte.
Seit langem ist geplant, den beschrankten Bahnübergang zu beseitigen und eine Unterführung wie in Kurl zu bauen. Die Stadt hat eine Planungsvereinbarung mit der Bahn. Das Projekt soll 2021 realisiert werden.

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Kommentare
  • Ganz vorsichtig überquert
    von Brockenhexe am 21.04.2017 19:51 Uhr

    An mit Andreaskreuz gesicherten BÜ nach Links und Rechts schauen ist ein vorbildliches Verhalten nach der STVO! Passt freilich nicht in unsere auf das Automobil ausgerichtete Welt (auf der Fahrbahn fahren, IMMER auf dem GEHWEG parken und der Restplatz - sofern vorhanden - darf mit Genehmigung der RN von Fussgängern benutzt werden). Wie lernten wir früher in der Fahrschule: an Bahnübergängen anhalten und schauen ob sich durch Horchen oder Pfeifen ein Schienenfahrzeug bemerkbar macht! Würde ich das heute machen käme ich wg. "vorsätzlicher Behinderung der freien Fahrt für freie Bürger" wohl in die Klapse!

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