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Friedhof Mengede: Schranke versperrt Seniorin den Weg zum Grab ihres Mannes

WICKEDEChristel Büchert ärgert sich über eine geschlossene Schrank am Eingang des Friedhofs Wickede an der Straße "Elf Kreuzen". Sie versperrt der 79-Jährigen den Weg zum Grab ihres Mannes. Die Stadt macht der Seniorin aber wenig Hoffnung - vor allem aus einem Grund.

Schranke versperrt Seniorin den Weg zum Grab ihres Mannes
Diese Schranke sorgt in den Nachmittagsstunden dafür, dass niemand mit dem Auto den Wickeder Friedhof befahren kann. Für Christel Büchert, die dafür eine Sondergenehmigung hat, ist das durchaus ein Problem. Foto: Oliver Schaper

Christel Büchert hat eine bis Ende 2017 gültige Fahrgenehmigung, die ihr wegen ihrer Gehbehinderung erlaubt, auch mit dem Auto auf den Friedhof zu fahren. Doch seit einigen Tagen sei die Schranke am Eingang des Friedhofes nachmittags geschlossen.

Sie sei für diese Fahrten zum Friedhof auf ihre Kinder angewiesen, sagt die 79-Jährige. Und die wohnen erstens außerhalb von Dortmund und seien zweitens berufstätig, sodass sie vormittags – wenn die Schranke geöffnet sei – keine Zeit für diese Friedhofsfahrten haben. Auch viele andere Angehörige von Christel Büchert sind auf dem Wickeder Friedhöfe begraben. Sie habe nun keine Möglichkeit mehr, all diese Gräber zu besuchen.

Mehr Verkehr als im Rest von Wickede

Ulrich Heynen, Chefbereichsleiter Technik beim städtischen Eigenbetrieb Friedhöfe Dortmund, sagt: Früher sei die Schranke immer geschlossen gewesen. Nur weil sie vor etwa einem halben Jahr beschädigt worden war, habe sie jetzt einige Zeit immer offen gestanden.

Grund für die nachmittägliche Schließung sei die Sicherheit. „Da war manchmal mehr Verkehr, als im Rest von Wickede“, sagt Ulrich Heynen. Die schmalen Wege auf dem Friedhofsgelände seien aber nicht für den Autoverkehr ausgelegt. Es tue ihm für Christel Büchert leid, aber eine ähnliche Regelung gelte auch für alle anderen Dortmunder Friedhöfe – mit Ausnahme des Hauptfriedhofes, wo es einen Pförtner gebe.

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