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Bockenfelder Straße: Hier soll Dortmunds erstes Kinder-Hospiz entstehen

BÖVINGHAUSENDirekt neben dem Hospiz in der Bockenfelder Straße in Bövinghausen, nahe der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel, soll ein zweites Hospiz gebaut werden: für todkranke Kinder und Jugendliche. Es wäre das erste in Dortmund. Noch gilt es, etliche Steine aus dem Weg zu räumen.

Hier soll Dortmunds erstes Kinder-Hospiz entstehen
Sie machen sich stark für den Bau des ersten Kinderhospizes in Dortmund auf der Fläche im Hintergrund (v. l.): Hospizleiterin Anja Kämper, Stiftungsvorstand Edith Wettberg, Anja Butschkau, Guntram Schneider, Elisabeth Grümer. Foto: Oliver Schaper

Der Bau eines Kinderhospizes mit sechs bis sieben Plätzen ist der Wunsch von Elisabeth Grümer, Immobilienmaklerin aus Castrop-Rauxel und Gründerin der Hospiz-Stiftung, die ihren Namen trägt. Die 69-Jährige fand sofort Mitstreiter für ihre Idee in dem noch amtierenden Landtagsabgeordneten Guntram Schneider (SPD) und der SPD-Landtagskandidatin Anja Butschkau. „Der Bedarf für ein Kinderhospiz in Dortmund ist auf jeden Fall vorhanden“, sagt Schneider.

Die nächsten Hospize für unheilbar kranke junge Menschen liegen in Wuppertal, Düsseldorf, Gelsenkirchen und Olpe. Sehr weit weg von Elternhäusern in Dortmund. Die nächste Kinder-Palliativstation gibt es in der Vestischen Kinderklinik in Datteln. In Dortmund selbst erfahren Betroffene und ihre Angehörigen Hilfe durch den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser.

Zwei Entwürfe liegen schon vor

Elisabeth Grümer fühlt Rückendeckung durch die Dortmunder Stadtspitze, mit der sie über ihre Pläne sprach und durch die Sparkasse. „Sie hat uns auch beim ersten Hospiz unterstützt“, sagt Grümer – selbst eine Frau der Tat, die sich nicht lange mit Worten aufhält. „Wir haben so viele Anfragen bekommen, ob wir auch Kinder und Jugendliche in unserem Hospiz aufnehmen“, sagt sie.

Aber für ein Kinder- und Jugendhospiz gelten andere bauliche Voraussetzungen und ein anderer Pflegeschlüssel mit mehr Pflegekräften. Der Frau der Tat liegen bereits zwei Bauentwürfe vom Architekturbüro Jarzina und Winkelmann in Castrop-Rauxel vor: Einer zeigt einen zweigeschossigen Baukörper in spitzwinkliger L-Form, der andere sieht eine Zimmeranordnung in einem Viertelkreis vor. Über vier Million Euro Baukosten müssen aufgebracht werden.

Das erste Hospiz der Stiftung mit 12 Plätzen wurde Anfang Juni 2012 eröffnet. Der jüngste Gast bisher war 21 Jahre alt, der älteste 94. 

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