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Imkerverein zieht Bilanz: Warum es 2017 in Herbern wenig Honig gibt

HERBERNFür den Imkerverein Herbern geht das Bienenjahr 2017 langsam zu Ende. Was war dieses Jahr los am Bienenstock? Das haben wir den Vereinsvorsitzenden Ludger Bohnenkamp gefragt. Er hat uns außerdem verraten, warum die Honigernte eher bescheiden ausgefallen ist – und wie die Bienen eigentlich über den Winter kommen.

Warum es 2017 in Herbern wenig Honig gibt
Um die 25 Mitglieder hat der Imkerverein Herbern, dessen Vorsitzender Ludger Bohnenkamp ist, zurzeit. Für genug Herberner Honig trotz schlechter Ernte sollte also gesorgt sein. Foto: Arndt Brede (Archiv)

Wie war das Jahr für Imker und Bienen?

Die Honigernte ließ hier in der Region sehr zu wünschen übrig. „Das liegt vor allem am Wetter“, erklärt Bohnenkamp. Im Frühjahr sei es zu kalt gewesen und im Sommer zu nass. Erst nach Mittsommer – also nach der Bienenhauptsaison – seien die warmen Tage gekommen.
 

Wenn der Imker den Honig nimmt, was fressen dann die Bienen im Winter?

Zuckersirup – ob selbst angerührt oder fertig gekauft – bringt die Bienen durch den Winter. „Man stell eine Art Trog auf die Waben und die Bienen sammeln den Zuckersirup und bringen ihn in die Waben“, so Bohnenkamp. 15 bis 20 Kilogramm benötige so ein Bienenschwarm, um durch den Winter zu kommen.
 

Fliegen denn jetzt überhaupt noch Bienen?

„Natürlich“, sagt Bohnenkamp. Bis zehn Grad plus sammeln die Bienen Pollen und Nektar. Grundsätzlich sind die Bienenstöcke immer offen. „Die Damen müssen ja auch mal auf Toilette“, erklärt der Imker. Geerntet wird der Honig allerdings nicht mehr. Mitte Juni geht die Honigsaison zu Ende. Dann blühen die nektarreichsten Pflanzen, wie Linde, Obstbäume und Raps nicht mehr. Auch die Bienenpopulation geht zurück.


Haben die Imker dann Pause bis zum Frühjahr?

Keineswegs, nach dem letzten Honig bekommen die Bienen ein Mittel gegen Varroamilben. Im Frühjahr dann meistens noch mal. Zusätzlich kann man – muss man aber nicht – die Stöcke mit Styropor auskleiden. Und dann geht es erst richtig los: Den meisten Honig verkaufen die Imker im Winter. Zusätzlich stehen Lehrgänge und Treffen an und die „Hardware“ muss repariert werden.

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