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Förderung noch nicht bestätigt: Das Nordkirchener Dorfgemeinschaftshaus wackelt

CAPELLEBöse Überraschung für die Gemeinde Nordkirchen und die engagierten Bürger in Capelle. Die fast sicher geglaubte Förderung des Dorfgemeinschaftshauses steht plötzlich wieder auf wackeligen Beinen. Eigentlich waren die Unterlagen bereits geprüft, ein Bauvorbescheid erteilt und die Bezirksregierung hatte grünes Licht gegeben.

Das Nordkirchener Dorfgemeinschaftshaus wackelt
Das geplante Dorfgemeinschaftshaus soll im Capeller Dorfpark errichtet werden. Foto: Tobias Weckenbrock

Ein Raunen ging am Donnerstagabend durch das Bürgerhaus, als Bürgermeister Dietmar Bergmann im Ausschuss für Familie, Schule, Sport und Kultur unter dem Punkt „Mitteilungen“ die neueste Entwicklung vorstellte.

Nachdem der Kreis Coesfeld innerhalb kürzester Zeit die Unterlagen geprüft und einen Bauvorbescheid erteilt hatte, konnte die Gemeinde Anfang August die Pläne bei der Bezirksregierung vorstellen. Das Urteil war ganz im Sinne der Gemeinde: „Das Projekt ist förderfähig – und es ist auch noch Geld da“, berichtete Bürgermeister Bergmann den Kommunalpolitikern.

Der übliche Verlauf wäre gewesen, dass noch im September, spätestens aber im Oktober der Förderbescheid für das rund 1,3 Millionen Euro teure Projekt bei der Gemeinde eingegangen wäre. Damit hätte sie die Gewissheit gehabt, dass das Vorhaben zu 60 Prozent gefördert wird.

Mit dem Regierungswechsel änderten sich die Zuständigkeiten

Mit dem Regierungswechsel in Düsseldorf haben sich allerdings auch die Zuständigkeiten geändert. Nicht mehr das NRW-Umweltministerium entscheidet über die Zuschüsse für entsprechende Projekte, sondern das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung hat den „Hut auf“. „Wir haben direkt Kontakt mit den Verantwortlichen des Ministeriums aufgenommen“, sagte der Bürgermeister gestern auf unsere Anfrage.

Er hat bislang keine Informationen, ob das Ministerium andere Förderschwerpunkte setzt oder sich die Fördergrundlagen ändern. Weil die Gemeinde bereits viel Arbeit in das Projekt gesteckt hat und es bereits weit fortgeschritten ist, hofft die Verwaltung darauf, dass Fördergelder wie erwartet fließen.

Skulpturenprojekt benötigt noch mehr Sponsoren

Auf weitere Unterstützung hoffen Gemeinde und Ausschuss auch beim Skulpturenprojekt für den Kreisverkehr Ermener Straße in Nordkirchen. Die Künstlerin Regine Rostalski war am Donnerstag in den Ausschuss gekommen, um über den aktuellen Stand zu berichten. Bislang sind durch Spenden 38.840 Euro zusammen gekommen – eine „stolze Summe“, wie Regine Rostalski findet. Insgesamt sind jedoch rund 60.000 Euro notwendig, um das Projekt realisieren zu können.

Geplant ist eine fünf Meter hohe Edelstahlskulptur. Drei Stelen sollen die drei Ortsteile Nordkirchen, Südkirchen und Capelle symbolisieren. Im oberen Teil umrahmen diese Stelen eine vergoldete Kugel, die den Zusammenhalt und die Stärke der Gemeinde verdeutlichen sowie einen Bezug zum barocken Schloss Nordkirchen herstellen. Abends soll die Kugel angestrahlt werden.

„Wir wollen unsere Skulptur realisieren“, betont auch Mechtild Kammert, Fachbereichsleiterin Bürgerservice der Gemeinde Nordkirchen. Eine Position, die der Ausschuss am Donnerstag teilte. Deshalb geht Regine Rostalski weiter auf Sponsorensuche, um das bereits seit Jahren angedachte Projekt realisieren zu können.

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