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Für Opfer des Zweiten Weltkrieges: So sieht das Mahnmal für den Olfener Stadtpark aus

OLFENDer Stadtpark in Olfen ist in letzter Zeit umfangreich umgestaltet worden. Doch eine Veränderung fehlt noch: Neben dem Ehrenmal für gefallene Soldaten in den Weltkriegen soll es nun auch einen Gedenkstein für die Opfer des Zweiten Weltkrieges geben. Bürgermeister Sendermann erklärt den Hintergrund des neuen Steins.

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  • So sieht das Mahnmal für den Olfener Stadtpark aus
    Buchstaben für Buchstabe wird mit einem Presslufthammer und einem Meißel herausgehauen. Foto: Theo Wolters

Buchstabe für Buchstabe haut zurzeit Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin Ute Middelmann in ihrer Werkstatt die einzelnen Buchstaben in den Findling. Doch bevor sie mit dieser Arbeit beginnen konnte, war einiges an Vorarbeit zu leisten. „Zunächst musste ich die Schrift auf Papier erstellen“, so Ute Middelmann. Die Schrift habe sie dann auf eine Folie und dann auf den Stein übertragen. Mit schwarzer Farbe wurden die Buchstaben kenntlich gemacht.

Stein aus Skandinavien

Nun wird jeder Buchstabe mithilfe eines kleinen Presslufthammers und eines Meißels herausgehauen. Dabei verschwindet die schwarze Farbe. Als letzter Arbeitsschritt werden die Buchstaben mit Öl behandelt, damit sie gut lesbar sind.

„Dieser Findling liegt schon einige Jahre auf unserem Gelände“, erklärte Ute Middelmann. Ihr Vater Theodor Middelmann hatte ihn gekauft. Der Stein stamme aus Skandinavien. Einen ähnlichen Findling hatte der verstorbene Theodor Middelmann schon einmal beschriftet. Er steht an der Sängerlinde.

Einige Buchstaben muss Ute Middelmann noch heraushauen. „Doch bis Freitag ist alles fertig.“ Anfang der nächsten Woche soll der Stein im Stadtpark aufgestellt werden.

Zweite Heimat in Olfen

„Wir möchten mit dem Gedenkstein an Opfer und Leid durch Flucht und Vertreibung als Folge des Zweiten Weltkriegs erinnern“, sagt Paul Volkmer, der mit Helmut Hötzel und Georg Heinze eine Arbeitsgruppe gründete, die sich zwei Jahre gemeinsam mit der Stadt Olfen dem Thema Gedenkstein gewidmet hat. Er selbst ist als Sechsjähriger mit seinen Eltern und drei Geschwistern aus der Nähe von Glatz in Schlesien nach Olfen gekommen.

„Ich habe in Olfen meine zweite Heimat gefunden“, so der 77-Jährige „Wir sind glücklich, mit diesem Gedenkstein erinnern und auch gleichzeitig zum Frieden mahnen zu können. Niemand sollte ein solches Schicksal erleiden.“

Aktuelles Thema

Schon mit der Umgestaltung des Stadtparkes stand auf Anregung der Arbeitsgruppe fest, dass ein Gedenkstein für die Vertriebenen dort Platz finden sollte. „Die vielen Menschen, die in dieser Zeit nach Olfen gekommen sind, haben die Geschichte dieser Stadt mitgeprägt. Und dass das Thema Flucht und Vertreibung nicht nur Geschichte, sondern auch Gegenwart ist, sehen wir jeden Tag“, so Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Einweihung am 22. Oktober
Die Gedenktafel wird am Sonntag, 22. Oktober, um 11.30 Uhr im Stadtpark eingeweiht. Wie Paul Volkmer mitteilt, werden auch beide Pastöre der evangelischen und katholischen Kirche an der Feier teilnehmen. Auf dem Gedenkstein steht: „Zur Erinnerung an Opfer und Leid durch Flucht und Vertreibung als Folge des 2. Weltkrieges. Als Mahnung zum Frieden und zur Versöhnung."

 

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