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Viele persönliche Geschichten: RN-Chefredakteur las in Olfen aus seinen Briefen

OLFENDer Chefredakteur der Ruhr Nachrichten, Hermann Beckfeld, war zu Gast in Olfen für eine Lesung aus seinen Briefen. Nicht aus den privaten, sondern aus den Briefen aus dem Wochenend-Magazin der Ruhr Nachrichten an Prominente oder Menschen aus dem alltäglichen Leben. Viele persönliche Geschichten gab es dennoch.

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  • RN-Chefredakteur las in Olfen aus seinen Briefen
    Ruhr-Nachrichten-Chefredakteur Hermann Beckfeld trifft bei einer Veranstaltung in Selm auf Leserinnen. Foto: Jennifer von Glahn

Der Anteil an persönlichen Anekdoten war fast genauso hoch wie der Anteil seiner gelesenen Briefe: Hermann Beckfeld, Chefredakteur der Ruhr Nachrichten, war am Freitagabend zu Gast in der in der Buchhandlung BBS, Zur Geest, um aus seinen bekannten Schriftstücken vorzutragen: Hermann Beckfelds Briefe.

„Ich erzähle lieber, als dass ich lese, aber ich lese natürlich auch“, sagt Beckfeld gleich zu Beginn – über 60 Zuhörer waren zu Gast, um Auszüge aus den Briefen zu hören, die Beckfeld auch in zwei Büchern veröffentlicht hat.

Die Geschichte hinter der Geschichte

Regelmäßig samstags veröffentlicht der Chefredakteur offene Briefe im Wochenend-Magazin der Ruhr Nachrichten an Stars, Sternchen und Promis, aber auch an Menschen aus dem alltäglichen Leben. In fünf Jahren sind so bereits 286 Briefe zusammengekommen. Wichtig sei ihm in seiner persönlichen Post „die Geschichte hinter der Geschichte“, so Beckfeld.

Für die Lesung hatte der Chefredakteur unter anderem seinen Brief an Hans-Joachim Kulenkampff ausgewählt, ein deutscher Schauspieler und Fernsehmoderator. „Weil sich alle an diese schöne alte und kuschelige Fernsehzeit erinnern“, sagt Beckfeld.

Bevor der Autor zu Brille und Brief greift, schildert er, wie er darauf kam, an „Kuli“ zu schreiben. Ein Samstagabend im Kreise der Familie sei es gewesen, bei dem Beckfeld an keinem Programm so recht hängen geblieben sei und sich die gute alte Fernsehzeit zurückwünschte.

Berichte aus Urlauben

Der Autor erzählt viel Persönliches, berichtet von Urlauben mit der Familie, von Begegnungen mit besonderen Menschen in seinem Leben. „Natürlich gebe ich einiges über mich preis, das tue ich auch in meinen Briefen. Ich bin authentisch, in meinen Briefen ist nichts erfunden“, sagt Beckfeld.

Auch ein Brief an Kim Sarah Mojecki, frühere Volontärin bei der Welt, gehörte zur Briefe-Auswahl der Lesung. Dass die junge Frau den Koffer mit dem Familiennamen ihrer Urgroßmutter in Auschwitz entdeckte, war Beckfelds Beweggrund, an Mojecki einen Brief zu veröffentlichen. Ernste Themen und lustige Schilderungen wechseln sich bei der Lesung ab.

Brief an Susanne Hoeneß

Ein Anruf von Uli Hoeneß persönlich sei das Resultat eines Briefes an Susanne Hoeneß, die Ehefrau von Uli, gewesen. Der Fußballfunktionär wollte sich für die netten Worte Beckfelds bedanken. „Damals war ich mit dem Stimmenimitator Jörg Hammerschmidt auf Tournee und hab am Telefon zu Hoeneß gesagt ‚Jörg, lass den Mist‘“, schildert Beckfeld.

Die Bücher
Hermann Beckfeld: Ganz persönlich – Beckfelds Briefe, Band 1, gebunden, 160 Seiten, Verlag: Henselowsky u. Boschmann, 9,90 Euro; ISBN 978-3-942094-48-1
Band 2, gebunden, 160 Seiten, Verlag: Henselowsky u. Boschmann, 9,90 Euro; ISBN 978-3-942094-68-9

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