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Eine Baustelle und ihre Folgen: Bahnhofstraße in Schwerte: Händler sind genervt

SCHWERTEDie Sanierung der Schwerter Bahnhofstraße sorgt für Unmut bei den ansässigen Händlern. Kunden haben Probleme, die Straße zu überqueren, die Warenanlieferung gestaltet sich schwieriger. Und noch ein weiteres Problem kommt auf, meinen die Gewerbetreibenden: spürbarer Zulauf für die Stadtpark-Klientel.

Bahnhofstraße in Schwerte: Händler sind genervt
Die Beschilderung trügt: In den vergangenen Tagen war es auch für den Lieferverkehr nicht möglich, die Bahnhofstraßen in Schwerte von beiden Richtungen aus kommend zu befahren. Foto: Fabian Paffendorf

„Dass die ersten vier Wochen der Bauarbeiten auf der Bahnhofstraße für die Gewerbetreibenden und die Anwohner besonders anstrengend werden würden, war so kommuniziert worden“, sagt Bernhard Druffel von der Immobilien- und Standortgemeinschaft Bahnhofstraße (ISG) auf Anfrage unserer Redaktion. 

Denn für diesen Zeitraum war von Bauleitung und Stadt angekündigt worden, dass die Verlegung der Versorgungsleitungen für Beeinträchtigungen sorgen könnte. Wie die Beeinträchtigungen nun aussehen, offenbart sich ganz konkret beim Flanieren entlang der Baustelle. Was auffällt ist, dass ein Wechsel der Straßenseiten für Fußgänger derzeit nur am Anfang und am Ende der Bahnhofstraße möglich ist.

Es kommt mitunter zu unschönen Szenen

Auch beeinträchtigen die Bauarbeiten derzeit massiv die Warenanlieferung vieler Händler. Paketdienst & Co. können die Geschäfte nicht direkt anfahren, was dafür sorgt, dass die Lieferwagen in der Kurve zur Rathausstraße hin geparkt werden. Wenn dort dann mehr als ein Auto abgestellt wird, kommt es momentan zu unschönen Szenen.

Dann etwa, wenn die umgeleiteten Linienbusse aus der Rathausstraße kommend auf die Hüsingstraße abbiegen wollen. Reihen sich die Lieferwagen in der Kurve, reicht der Platz für die Busse nicht mehr aus. Die Folge sind Hupkonzerte von feststeckenden Bussen und verbale Auseinandersetzungen zwischen Paketboten und Busfahrern. Händlerin Christiane Niedergriese von „Tita“ auf der Bahnhofstraße bestätigt die ziemlich verfahrene Situation bei der Warenanlieferung: „Die völlig entnervten Paketboten müssen dann noch die Waren über den Baustellenzaun anreichen.

Wir hoffen, dass sich das Ganze in der nächsten Woche entspannt, wenn die Versorgungsleitungen liegen und der Lieferverkehr wieder reibungslos funktioniert“, sagt sie. Auch wenn die Arbeiten zügig vorangehen, sehen sich die Händler der Bahnhofstraße mit einem weiteren, zuvor wohl unterschätztem Problem in Zeiten der Baustelle konfrontiert. Seit der Autoverkehr und die Parkplätze weggefallen sind, wollen die Gewerbetreibenden einen spürbaren Zulauf bei der Stadtpark-Klientel ausgemacht haben.

„Erst am Mittwoch musste wieder die Polizei kommen, weil sich da mehrere Leute geprügelt haben“, sagt Bernhard Druffel. Die Polizei im Kreis Unna bestätigte unserer Redaktion auf Anfrage, dass es am späten Mittwochnachmittag einen Einsatz im Stadtpark gegeben hat. Von einem Pulk von über 30 Leuten, die dort randaliert hätten, spricht Christiane Niedergriese.

"Betrunkene, die unsere Kunden anpöbeln"

Es sei bereits durch die Einschränkungen durch die Baustelle schwerer geworden, den Kundenzulauf aufrecht zu erhalten. „Betrunkene, die unsere Kunden anpöbeln, ihre nackten Hintern präsentieren und sich prügeln, können wir in der Situation wirklich nicht auch noch gebrauchen“, so Niedergriese.

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Kommentare
  • Dann bitte handeln..
    von Red-Bull am 12.08.2017 18:21 Uhr

    .. und bei der nächsten Wahl die Stimme setzen!

  • So ist Schwerte!
    von Kleinerbruder am 11.08.2017 10:25 Uhr

    Es ist doch normal, dass in Schwerte erst gehandelt und geredet wird und dann über etwaige Folgen nachgedacht wird. Bestimmte Gruppen haben hier einfach Narrenfreiheit ( Radfahrer, Falschparker, Säuferszene imStadtpark und am Pausenplatz für Busfahrer am Bahnhof ). Es passiert ja eh nichts. Anstatt Millionen in ein schwachsinniges Boulevard Bahnhofstrasse zu investieren, wäre es wesentlich sinnvoller, die ganzen anderen extrem kaputten Straßen zu reparieren. Aber da würde der Bürgermeister ja nicht im Rampenlicht stehen. Quo vadis Schwerte?

  • So ist Schwerte!
    von Kleinerbruder am 11.08.2017 10:20 Uhr

    0

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