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Mit Quiz: Schwerter Familie rätselt über besonderen Schmetterling

SchwerteAls die Familie Bause in Schwerte versuchte herauszufinden, was das für ein Schmetterling mit der besonderen Frisur ist, der dort in ihrem Schuppen saß, stieß sie bei der Recherche an ihre Grenzen. Sie fragten in unserer Redaktion um Rat. Und tatsächlich, der Falter gehört zu einer ganz besonderen Falter-Art und trägt einen kuriosen Namen.

Schwerter Familie rätselt über besonderen Schmetterling
Ein ungewöhnlicher Nachtfalter hat im Schuppen der Garage der Familie Bause an der Elsetalstraße Unterschlupf gesucht. Foto: Reinhard Schmitz

Die weißen Flügel sorgsam auf dem Rücken zusammengefaltet, kauerte er auf dem nackten Beton. Einen ungewöhnlichen Gast entdeckte die sechsjährige Mona, als sie ihr Fahrrad aus dem Schuppen hinter der Garage holen wollte. Mit großen Fragezeichen in den Augen holte sie ihre Oma Conny Bause herbei. Doch auch die hatte so einen Falter noch nie gesehen.

Keine Ähnlichkeit zu bekannten Schmetterlingen aus der Region

„Er ist weiß mit kleinen dunklen Stippen am Flügelrand“, beschrieb sie den etwa fünf Zentimeter langen Schmetterling. Auffällig waren seine behaarten Beine und vor allem sein dichtes weißes Haarbüschel: „Er hat eine Frisur auf dem Kopf!“ Ganz anders als die Kohlweißlinge, Tagpfauenaugen oder Zitronenfalter, die bei schönem Wetter durch den Garten flattern.

Vielleicht konnte das Bestimmungsbuch helfen, das Conny Bause in ihrem Regal wusste. Wieder und wieder wälzte sie den Tier- und Naturführer, der ihr schon so oft weitergeholfen hatte – aber vergeblich: „Der Falter war nicht dabei.“

Die Familie fragt um Rat

Zwischendurch gingen Mona und ihre Oma immer wieder in den Schuppen, um bei dem Insekt nachzuschauen. Stets klebte es nahezu reglos an der Wand, wo es einen erdnussbutterartigen Klecks hinterließ. Vier Tage lang änderte sich nichts an der Situation. Doch dann war plötzlich der Klecks verwaist, als die beiden Natur-Interessierten zurückkamen. Sie suchten und suchten, bis sie den Falter auf dem Fußboden entdeckten. Lebte er noch? Ja, wie sich beim genaueren Hinsehen herausstellte. Ganz, ganz leicht waren Bewegungen des kleinen Körpers auszumachen.

„Bestimmt fliegt er gleich nach draußen“, meinte Mona. Um ihm die Möglichkeit der Freiheit zu geben, ließ ihre Oma extra die Schuppentür einen Spalt weit offen stehen. Wer fliegen kann, möchte die Weite erkunden. Vielleicht aber auch nur im Schutze der Nacht, wenn keine hungrigen Schnäbel auf Futtersuche sind.

Das Rätsel um den Namen des seltenen Schmetterlings war damit aber immer noch nicht gelöst. Doch Conny Bause wusste Rat. Sie rief in der Lokalredaktion der Ruhr Nachrichten an. Dort kannten wir auch jemanden, der sich wiederum mit allem auskennt, was in Schwerte fliegt, krabbelt und wächst. Für Dieter Ackermann, den Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft Ornithologie und Naturschutz (Agon) war die Aufgabe ein Leichtes: „Unseres Erachtens dürfte das die Woll-Rindeneule oder Pudel sein“, wusste er nach kurzer Bedenkzeit.

Woll-Rindeneule
Die Woll-Rindeneule, in Deutschland auch Pudel genannt, ist als Nachtfalter aktiv.
Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich laut Internet-Enzyklopädie Wikipedia über ganz Europa – von Spanien bis ins mittlere Skandinavien.
Vorkommen gibt es außerdem in Nordafrika.
Pro Jahr entwickelt sich nur eine neue Generation. Die grünen oder gelben Raupen leben von den Blättern von Bäumen.
Als Schmetterlinge sind die Insekten nur von Mai bis September fliegend unterwegs.

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