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Möglicher Baubeginn im Herbst: So geht es mit der B236 in Schwerte weiter

SCHWERTEZehn Jahre hat es gedauert - nun hat die Bezirksregierung den Planfeststellungsbeschluss für den Weiterbau der B236 in Richtung Autobahn angekündigt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Verfahren und sagen, wie es weitergeht.

So geht es mit der B236 in Schwerte weiter
Die Hörder Straße im Bereich der Autobahnauffahrt gehört zu den meist befahrenen Strecken innerhalb des Stadtgebiets. Foto: Bodo Brauer

Wie weit ist der Beschluss mittlerweile?

„Der Planfeststellungsbeschluss ist weitgehend fertig“, bestätigte Benjamin Hahn, von der Pressestelle der Bezirksregierung am Montag auf Anfrage. Es gebe aber noch Kleinigkeiten auszuarbeiten.

 

Wozu ist ein Planfeststellungsbeschluss notwendig?
In einem Planfeststellungsbeschluss werden Baupläne öffentlicher Einrichtungen und der Verwaltung von der zuständigen Bezirksregierung bestätigt. Zuvor mussten in verschiedenen Verfahren Bürger und andere Behörden beteiligt werden. Jeder Einwand muss berücksichtigt oder zumindest schriftlich zurückgewiesen werden.

 

Kann man die Pläne nach dem Beschluss noch irgendwo einsehen?
Sie werden danach vier Wochen lang öffentlich ausgelegt. In der Regel geschieht das sowohl im Rathaus, als auch in Arnsberg bei der Bezirksregierung. Für weitere Eingaben ist es aber dann zu spät.

 

Was kann man machen, wenn man mit seinen Bedenken oder Anregungen kein Gehör findet?
Gegen den Beschluss kann man vor dem Oberverwaltungsgericht klagen. Allerdings sind die rechtlichen Grenzen dafür sehr eng. Das könnte das Verfahren noch einmal in die Länge ziehen.

 

Wie geht es jetzt weiter?

Mit einem gültigen Planfeststellungsbeschluss kann gebaut werden. Die Baufirma hat nach Auskunft von Bürgermeister Heinrich Böckelühr auch bereits umfangreiche Vorarbeiten erledigt.

 

Wann ist mit dem Baubeginn zu rechnen?

Wenn es keine Klage gegen die Planfeststellung gibt, könne im Herbst gebaut werden, erklärte Bürgermeister Heinrich Böckelühr.

 

Wie lange dauert der Bau vom Tunnel bis zur Autobahnauffahrt?

In einem Gespräch mit dem Freischütz, als betroffenem Anrainer, gingen die Vertreter des Landesbetriebs Straßen.NRW von einer dreijährigen Bauzeit aus.

 

Ist während der Bauzeit die Strecke über den Freischütz gesperrt?

Nein, es soll immer Verkehr in beide Richtungen möglich sein. Allerdings müssen sich die Autofahrer durch die Verkleinerung der Fahrspuren auf noch längere Staus einrichten.

 

Seit wann wird an der B236 für diesen Straßenabschnitt geplant?
Bereits 2006 gab es erste Pläne für einen Ausbau. Die scheiterten aber, weil einige Einwendungen von Behörden und Nachbarn zum Grundwasser und zu Lärmschutz berechtigt waren. Dann änderte sich die Verkehrsprognose und zuletzt musste man erneut an den Fahrradwegen und dem Lärmschutz nachbessern.

 

Wird die B236 nur bis zur Autobahn weitergebaut?

Nein, auch die Trasse durch die Stadt bis zur Ruhrbrücke soll verbessert werden. Allerdings nicht im Stil einer Autobahn, sondern durch zusätzliche Fahrstreifen. Hierzu sollen auch die beiden Eisenbahnbrücken erneuert werden. Der Landesbetrieb Straßen.NRW will die Pläne in Kürze im Planungsausschuss vorstellen. Erste Entwürfe waren bereit im vergangenen Jahr in den politischen Gremien diskutiert worden.

 

 

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