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Polizei ermittelt: Spielabbruch: Schwerter Betreuer schlug Schiri

SCHWERTEEin Jugendfußballspiel ist am Samstag in Schwerte abgebrochen worden. Nun hat die Polizei genauere Informationen zu dem Tathergang. Demnach war es ein Betreuer des VfL Schwerte, der den Schiedsrichter bei einer Partie der D-Junioren mit der Faust ins Gesicht geschlagen hat. Doch was war zuvor passiert?

Ein Schiedsrichter mit einer Platzwunde unter dem Auge, ein abgebrochenes D-Jugendfußballspiel und zwei Anzeigen wegen Körperverletzung – eine davon gegen den 17-jährigen Betreuer der Mannschaft des VfL Schwerte: Das ist die traurige Bilanz des Polizeieinsatzes am Sportplatz Schützenhof am Samstag.

Nachdem am Wochenende zunächst noch unklar war, wie genau es bei der D-Jugend-Partie zwischen dem VfL Schwerte II und dem SV Körne zu dem Handgemenge und dem Spielabbruch gekommen war, haben Polizei und Verein am Dienstag mehr Details genannt.

Demnach hatte der Schiedsrichter – beim Stand von 3:0 für den SV Körne – bei einem Angriff des VfL Schwerte auf Abseits entschieden. „Der Betreuer, ein 17-jähriger Schwerter, war damit nicht einverstanden und ist zum Schiedsrichter auf den Platz gerannt“, so Ute Hellmann, Pressesprecherin bei der Polizei im Kreis Unna.

Beide Parteien haben Anzeige erstattet

Der Schiedsrichter habe ihn aufgefordert, den Platz zu verlassen. Als der Betreuer sich weigerte, habe der Schiri ihn wegschieben wollen und fasste den 17-Jährigen dabei auch an. Wie grob, dazu gehen die Zeugenaussagen auseinander.

Fest steht: Als Reaktion schlug der Schwerter dem Mann mit der Faust ins Gesicht. „Das hat der 17-Jährige auch zugegeben. Der Schiedsrichter hat eine kleine Platzwunde unter dem Auge erlitten“, so Hellmann. Das Spiel wurde abgebrochen, beide Beteiligten erstatteten Anzeige wegen Körperverletzung.

Kein neutraler Schiri

„Die Situation hat sich hochgeschaukelt“, sagt Frank Samson, Jugendleiter beim VfL, zu dem Vorfall. Er verweist dabei auch auf die Situation, dass der Fußballkreis keinen neutralen Schiedsrichter stellen konnte und daher der SV Körne den Schiri gestellt habe. „Das ist nie glücklich“, so Samson. Zudem müsse man berücksichtigen, dass der Betreuer noch jugendlich sei.

Konsequenzen drohen

Direkt hat der Jugendleiter die Situation zwar nicht mitbekommen, obwohl er am Sportplatz war. Er habe von Zeugen aber geschildert bekommen, dass der Schiedsrichter den Betreuer „ganz schön angegangen“ sei. Trotzdem: „Das ist vielleicht eine Erklärung, aber natürlich keine Entschuldigung. Es darf auf keinen Fall zu Handgreiflichkeiten kommen“, sagt Samson.

„Das wird Konsequenzen haben.“ Wie genau die ausfallen, darüber wollte der Vereinsvorstand am Dienstagabend bei einer Sitzung sprechen.

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Kommentare
  • „Das wird Konsequenzen haben.“
    von motte am 11.10.2017 06:52 Uhr

    welche Konsequenzen soll dass denn haben? Woche für Woche gibt es bei einem Fußballspiel Schlägereien, mittlerweile sogar im Kinderbereich. Dass Kinder- und Jugendspiele nicht vereinsneutral angesetzt werden können sollte verständlich sein. Bei anderen Sportarten funktioniert es doch auch, oder schon einmal etwas von Schlägereien beim Basketball oder Volleyball gehört? Jetzt kommt wieder ganz viel "bla bla", passieren wird nichts. Die Holländer hatten das gleiche Problem und gingen konsequent vor. Vereine die negativ auffallen dürfen keine städtischen Sportanlagen mehr nutzen. Funktioniert prima zwinkern

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