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Versorgung mit Lücken: Ist vegan zu kompliziert für Schwertes Gastronomie?

SCHWERTESojamilch und Tofu sind längst keine Seltenheiten mehr in den Regalen der Supermärkte. Dennoch gibt es für Menschen, die eine vegane Lebensweise bevorzugen, immer noch Versorgungslücken. Wir trafen uns mit dem Stammtisch „Vegan in Schwerte“, um einen Überblick über die nicht-tierische Produktvielfalt der Ruhrstadt zu bekommen.

Ist vegan zu kompliziert für Schwertes Gastronomie?
Im Café Herrlich treffen sich die Mitglieder des Stammtisches „Vegan in Schwerte.“ Veganerin Angela Mandelartz hält hier den Avocado-Nachtisch in der Hand. Foto: Hendrik Schulze Zumhülsen

„Es hat sich schon viel getan“, sagt der regelmäßige Stammtischgast Hans-Joachim Berner. In den großen Supermarktketten könne man schon einiges besorgen. Ansonsten werde man auch in den Drogerieketten und dem Reformhaus fündig.

Lücken gebe es, so die Meinung am veganen Stammtisch, aber noch in der Gastronomie. „In Schwerte ist das Angebot recht überschaubar“, sagt Stammtischmitglied Astrid Hasenberg. Nur einzelne kleine Inseln, Angebote ohne Butter, Käse und Ei, gebe es in der Ruhrstadt. So biete die Pizzeria Miramare zum Beispiel eine vegane Pizza an, und es gibt natürlich auch das Café Herrlich, den regelmäßigen Treffpunkt der veganen Gruppe.

Gastronomen müssen reagieren können

„Ich bin da flexibel. Mir fällt das nicht so schwer“, sagt Sivita Boz, Inhaberin des Café Herrlich. Bei ihr wird ein veganer Flammkuchen angeboten und auch ein veganes Frühstück. Auf Wunsch stelle sie sich aber auch auf Kundenwünsche ein. „Auch, wenn jemand eine Allergie hat, muss ich ja darauf reagieren“, sagt die Gastronomin.

Aber auch andere Gastronomien in Schwerte geben an, dass sie vegane Spezialitäten anbieten. „Vegetarische Gerichte sind natürlich mehr gefragt als vegane“, sagt Katharina Trelenberg von der Rohrmeisterei. Ein stilisiertes Pflanzenzeichen weist auf der Rohrmeisterei-Karte auf ein vegetarisches Gericht hin, ein weiteres Pluszeichen auf ein veganes Gericht. „Wenn wir das vorher wissen, können wir uns auch umstellen“, so Trelenberg.

„Zwei, drei Gerichte haben wir immer“

Ähnlich sieht das auch LoCanta Mitinhaberin Ayse Yilmaz. „Die Tapas kann man sich auch vegan zusammenstellen“, sagt sie. Zudem biete die spanische und türkische Küche auch vegane Alternativen. Dafür müsse man bei ihr nur dementsprechend nachfragen. Eher am Rande treten die veganen Speisen auf der Karte im Freischütz auf. „Zwei, drei Gerichte haben wir immer“, sagt Küchenchef Markus Pielange. Auf Wunsch könne aber auch hier eine Mahlzeit vegan angerichtet werden. Das sei kein Problem.

Egal aber, ob daheim oder auswärts, die vegane Lebensweise hört sich nach Umstellung an. „So kompliziert ist das aber nicht“, sagt Angela Mandelartz, die sich seit vier Jahren vegan ernährt. „Den Geschmack von Rührei kann man durch angebratenen Tofu und Kala-Namak-Salz nachstellen“, sagt sie.

Nächstes Treffen
Der Stammtisch Vegan in Schwerte trifft sich an jedem zweiten Dienstag des Monats. Neue Gäste sind immer willkommen.
Weitere Informationen über den veganen Stammtisch gibt es auch in der digitalen Sonntagszeitung. Testen kann man diese unter der Adresse www.rn.de/sonntag-sh

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