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Cappenbeger Schützen: Sollen auch Frauen auf den Vogel schießen?

CAPPENBERGDürfen auch Frauen beim Schützenfest auf den Vogel schießen? Darüber haben die Cappenberger Schützen am diskutiert und abgestimmt. Eine Mehrheit wollte Frauen das Recht auf den Schuss zugestehen. Blieb die Frage: Reicht das auch, um die Satzung zu ändern?

Sollen auch Frauen auf den Vogel schießen?
Nur Männer am Abzug? Darüber haben die Cappenberger Schützen abgestimmt. Foto: Theo Wolters

Das war ein Wechselbad der Gefühle am Freitagabend: 44 von 60 Schützen im Saal der Gaststätte Kreutzkamp hatten bei 3 Enthaltungen dafür gestimmt, dass künftig auch Frauen in Cappenberg auf den Vogel schießen dürfen.

Erst applaudierte der Saal erleichtert über den Mehrheitsbeschluss, dann verebbte die Begeisterung. „Für die notwendige Satzungsänderung fehlt eine Stimme“, sagte der sichtlich betroffene Vorsitzende Christoph Böcker.

Schützenkönigin: "Wirklich traurig"

„Wirklich traurig“, fand das Barbara Drews, die amtierende Schützenkönigin. Nicht nur für die Frauen im Verein selbst sei es ein barsches Signal, doch nicht gleichwertig zu sein: „Der Verein gibt auch nach außen kein gutes Bild ab.“ In den Nachbarvereinen sei es längst Praxis, dass Frauen schießen dürften.

„Ich bin jetzt 20 Jahre dabei“, so Ulla Machulla, eine von fünf weiblichen Mitgliedern im Verein. Sie und die anderen Frauen weiter außen vor zu lassen an der Vogelstange, „ist doch gemein“.

2016 hatte der Verein erstmals einen Anlauf unternommen zur Satzungsänderung mit Vierfünftelmehrheit. „Damals fehlten vier Stimmen“, so Böcker.

Für ihn steht fest: „Das Thema ist noch nicht vom Tisch.“ Nach der gescheiterten Abstimmung sofort noch einmal zur Wahlurne zu gehen, wie es ein Mitglied vorschlug, war nicht möglich.

 
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