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Engagement im Sport und Karneval: "Stan" Overmann hat das Bundesverdienstkreuz

WERNEStan, oder auch Thomas Overmann, engagiert sich seit mehr als 35 Jahren im Werner SC. Besonders die Jugendarbeit liege ihm am Herzen. Auch im Karneval war Overmann lange aktiv dabei. Warum er sonst noch die Auszeichnung verdient hat, haben wir Gäste der Veranstaltung gefragt.

"Stan" Overmann hat das Bundesverdienstkreuz
Wenn es einer verdient hat, dann Thomas Overmann: Das Bundesverdienstkreuz. Mittwoch überreicht Landrat Michael Makiolla die Verdienstmedaille des Bundesverdienstordens. Foto: Helga Felgenträger

So viele Leute aus Werne habe er im Haus Opherdicke noch nicht auf einen Schlag gesehen: Mit diesen Worten begrüßte Landrat Michael Makiolla am Donnerstag die Delegation nördlich der Lippe. „Sie haben offensichtlich alle die historische Grenze der Lippe überschritten“, staunte er mit einem Schmunzeln.

Im Spiegelsaal des ehemaligen Adelssitzes hatten rund 40 Gäste Platz genommen. Freunde, Familie, Sportskameraden, die engsten Weggefährten von Thomas Overmann. Sie alle wurden Zeitzeugen seines Ehrentages: Overmann, den eigentlich alle nur unter Stan kennen, erhielt die höchste Auszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland für Verdienste um das Gemeinwohl ausspricht – die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik. „Wir sagen Bundesverdienstkreuz dazu“, erklärte Makiolla.

In seiner Laudatio blickte der Landrat auf das Engagement des heutigen Jugendvorsitzenden des WSC zurück. Seit mehr als 35 Jahren engagiert er sich im Sport und Karneval, verlas er die Ordensanregung.

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Warum hat "Stan" das Bundesverdienstkreuz verdient?

Friseur gab den Anstoß

Diese Anregung hatte 2014 sein Friseur Thomas Thiel gegeben: „Wenn einer das Bundesverdienstkreuz verdient hat, dann ist das Stan“, erzählte er im Gespräch mit unserer Redaktion von der Lawine, die er ins Rollen brachte. Für die Ordensbegründung, die er an die Staatskanzlei Düsseldorf schicken musste, hatte er viele Fürsprecher gefunden.

Auch Bürgermeister Lothar Christ konnte die Idee nur unterstützen. „Der Jugendsport ist ihm ein Herzensanliegen“, sagte Christ in seiner Lobesrede. Neben seiner erfolgreichen Arbeit als Fußball-Vorsitzender des auch unter seiner Mitarbeit gegründeten Fusionsclubs Werner SC gelte sein Hauptaugenmerk nach wie vor der Nachwuchsarbeit.

Im Fusionsjahr 2000 hatte Thomas Overmann eine große Aktion gestartet. Er ließ die komplette Fußball-Jugendabteilung einheitlich einkleiden. Dafür rief er den Ball-Scheck ins Leben und bekam 20 Euro pro Scheck. Am Ende kam eine Spendensumme von 12.000 Euro zusammen.

Nur im Team zu schaffen

Der Baum fängt von unten an zu wachsen, zollte auch Lutz Hammer, Vorsitzender des WSC, lobte auch Lutz Hammer seinen Einsatz in der Nachwuchsarbeit.

„Das Ganze ist nur im Team zu schaffen“, bedankte sich Overmann bei seinen Weggefährten und Lobrednern. Alleine ist man gar nichts, meinte er und schaute dabei seine Frau Doris an. „Sie hält mir den Rücken frei“, sagte er nicht ohne Stolz. Im Anschluss an die Feier im Spiegelsaal ging es dann wieder über die Lippe zum Vereinsheim in den Lindert. Hier gab Stan eine Runde aus.

Viele Ämter, viele Auszeichnungen
- Als Spieler der Sportfreunde Werne wechselte Thomas Overmann 1975 zum SSV Werne, dort wurde er 1979 Geschäftsführer und 1981 Vorsitzender des Jugendfußballs. Nach der Fusion der beiden Vereine (Werner SC 2000) übernahm er hier die Leitung des Jugendfußballs. Seit 2009 WSC-Jugendvorsitzender, seit 2010 Vorsitzender des Seniorenfußballs.
- 2002 DFB-Ehrung, höchste Auszeichnung für das Ehrenamt; 2013 1. Sportfreund des Jahres, Ehrenamtspreis der Ruhr Nachrichten; 2016 Ehrenamtskarte der Stadt Werne; 2016 Sportplakette der Stadt Werne.
- 1995 Eintritt in die Interessengemeinschaft Werner Karneval; 2002 Stadtprinz mit Prinzessin Silke Daniel; 2006 IWK-Verdienstorden, 25 Jahre Pressearbeit; 2007 Gründung des „Närrischen Rats“.
- Seit 1991 arbeitet er bei der Stadt: beim Ordnungsamt im Bereitschaftsdienst, Bürgerangelegenheiten, Wohngeld, seit 2007 als Standesbeamter und zwischendurch im Stadtmuseum in der Öffentlichkeitsarbeit. Vor elf Jahren rief er das Sponsoring für die museumspädagogische Arbeit ins Leben.

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