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Fragen und Antworten: Darum verzögern sich die Bauarbeiten in Stockum

WerneDie Entwicklung des Wohngebiets „Am Eikawäldchen“ in Werne-Stockum verzögert sich. Grund ist eine neue Entwässerungsrichtlinie – und der Lärmschutz. Was das für Folgen für das Baugebiet auf der ehemaligen Schürmann-Fläche in Stockum hat, klären wir in unseren Fragen und Antworten.

Darum verzögern sich die Bauarbeiten in Stockum
Fast 35 Bewohner aus Stockum waren bei der ersten Bürgerinformation zum Baugebiet "Eikawäldchen", nun kommt es zu neue Verzögerungen. Archivfoto: Bernd Warnecke

Eigentlich wollte die Stadtverwaltung am Eikawäldchen schon viel weiter sein. Was ist los?

Architekt Dirk Benning erläuterte am Donnerstag vergangener Woche im Planungsausschuss, dass es Probleme bei der Entwässerungsplanung gebe: „Bisher sollten Schmutz- und Regenwasser in einen Mischkanal laufen.“ Das ist aber bei Neubauvorhaben nicht mehr erlaubt. Regen- und Schmutzwasser müssen getrennt voneinander abfließen.

Wie sieht die Lösung aus?

Da ohnehin eine Kanalsanierung im Bereich Hugenpoth ansteht, wird ein neuer Abwasserkanal für das Baugebiet verlegt. „Das Regenwasser wird komplett in einen anderen Kanal geleitet und fließt dann über den Stengelbach weiter in die Lippe“, so Benning. Allerdings kostet der Neubau dieser Kanäle Zeit – und auch Geld.

Gilt diese neue Richtlinie für alle Häuser und Wohngebiete?

Zumindest für die, die neu entwickelt und gebaut werden, sagt Rebecca Sulke-Nettsträter vom Planungsamt der Stadt Werne. „Für alle anderen gibt es eine Art Bestandschutz. Schließlich können wir nicht einfach neue Regenwasserkanäle durch die Nachbarsgärten ziehen, nur um den nächsten Vorfluter zu erreichen.“

Ist die Entwässerung das einzige Problem am Eikawäldchen?

Nein, auch beim Lärmschutz müssen die Planer Änderungen vornehmen. „Zum einen gibt es neue Beurteilungskriterien für den Lärm, der von Sportstätten ausgeht“, sagte Benning mit Blick auf den angrenzenden Ascheplatz. „Diese neue Kriterien machen die ursprünglich geplante Lärmschutzmauer in diesem Bereich überflüssig.“

Und zum anderen?

„Die von uns angedachte Lösung, auf dem Parkplatz des Bürgerhauses im Norden eine Lärmschutzwand zu errichten, konnten wir wegen Bedenken des Eigentümers nicht weiter verfolgen“, erklärte der Architekt. Stattdessen entsteht nun eine 4 bis 4,50 Meter hohe Mauer auf dem Gelände des Baugebiets selbst. Das kam bei den Politikern nicht gut an – sie bemängelten, dass man das Baugebiet in Richtung Norden künftig nicht mehr verlassen könne, sondern stets den Umweg über den südlichen Zugang nehmen müsste.

Was für Änderungen gibt es noch?

Der Fußweg zwischen dem Neubaugebiet und der Straße Hugenpoth wird gestrichen, da es eine neue Anordnung der Grundstücksparzellen gibt. Die Politiker überzeugte das nicht: „Das erste, was passieren wird: Es entsteht ein Trampelpfad in diese Richtung“, war die einhellige Meinung.

Wie lange dauert es noch, bis gebaut werden kann?

Laut Rebecca Sulke-Nettsträter sollen die Politiker im Dezember über den Entwurfsbeschluss abstimmen, so dass 2018 das weitere Bebauungsplanverfahren auf den Weg gebracht werden kann.

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