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Gerichtsprozess: Mit 2 Promille: Werner (20) machte Ärger in Disko

WERNEMit wohl über 2 Promille Alkohol in die Disko – das war keine so gute Idee für einen 20-Jährigen aus Werne. Denn vor Gericht musste er sich nun für diese Nacht im Februar verantworten. Veruntreuung, Unterschlagung, versuchter Raub und Körperverletzung lauteten die Vorwürfe. Doch der Werner kam glimpflich aus der Nummer raus.

Mit 2 Promille: Werner (20) machte Ärger in Disko
Das Amtsgericht in Lünen. Archivfoto: Luckei

Ein 20-jähriger Werner Student musste sich am Dienstag vor dem Jugendschöffengericht in Lünen verantworten. Zur Last gelegt wurde ihm Veruntreuung, Unterschlagung, versuchter Raub und Körperverletzung. 

Was war passiert?

Am 4. Februar dieses Jahres war er in den frühen Morgenstunden in einer Diskothek in Werne. Zuvor hatte er mit einem Freund schon kräftig vorgeglüht. Mehr als 2 Promille Alkohol soll er im Blut gehabt haben.

Eine 19-jährige Frau soll er um ihre Verzehrkarte gebracht haben. Doch eine Karte reichte wohl nicht: Einer 18-Jährigen soll er ein weiteres Exemplar entrissen und die junge Frau geschlagen haben. Die Polizisten soll er zudem übel beschimpft haben.

Täter und eines der Opfer mit Gedächtnislücken

Im Prozess berief sich der Angeklagte auf Gedächtnislücken, räumte aber ein, dass es sich so zugetragen haben könnte. Auch die 19-jährige Zeugin berief sich auf Gedächtnislücken. Die 18-jährige schilderte das Gerangel um die Verzehrkarte und die Schläge des Angeklagten gegen ihren Kopf.

Ein 20-jähriger Zeuge wollte von dem nichts mitbekommen haben. Er behauptete sogar, die junge Frau habe den Streit begonnen. Richter und Staatsanwalt wiesen ihn auf die Folgen einer Falschaussage hin, was ihn zu einer Änderung seiner Aussage bewog.

Verfahren eingestellt

Am Ende war dem Angeklagten ein Verbrechen nicht nachzuweisen – das Verfahren wurde mit Auflagen eingestellt. Er muss 30 Stunden Freizeitarbeit leisten. 150 Euro soll er dem Opfer im Rahmen eines Täter-Opfer-Ausgleichs persönlich übergeben. Des Weiteren muss er 350 Euro an das Frauenforum Unna zahlen.

Richter Jan Knappmann ermahnte den Angeklagten, mit der Verfahrens-Einstellung seien für ihn „Weihnachten und Ostern auf einen Tag“ gefallen.

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