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Mit Fotostrecke: Der Grundstein für das Solebad in Werne ist gelegt

WERNENach einigen Rückschlägen wurde am Mittwoch der Grundstein für das neue Solebad in Werne gelegt. Bürgermeister Lothar Christ signalisierte den Zuhörern klar, dass er keinen Zweifel an dem Erfolg der Unternehmung hat. Auch weil er die Arbeit der Verantwortlichen Planer des neuen Solebades kennt und schätzt.

Der Grundstein für das Solebad in Werne ist gelegt
Die Zeitkapsel mit aktuellen Zeitungen, einer Badchronik sowie 3,68 Euro in Münzen legte Bürgermeister Lothar Christ gestern in den Grundstein des neuen Solebades. Die Kupferrolle kam bereits bei der Grundsteinlegung des alten Bades 1986 zum Einsatz. Foto: Vanessa Trinkwald

Es ist schon eine Weile her, dass man den Bürgermeister mit einem Dauerlächeln gesehen hat. Am Mittwoch war es endlich wieder so weit – und nach seiner Rede wussten die rund 250 Zuhörer auch, dass dieses Lächeln nicht aufgesetzt war.

Bürgerentscheid, zu großzügige Planung, Kostenexplosion, das Aus für die Sauna, Neuausschreibung – das neue Solebad hatte schon eine ganze Reihe von Rückschlägen erlebt, bevor überhaupt der erste Spaten in die Erde stechen konnte. Lothar Christ nutzte Mittwoch den englischen Begriff „Downs“, die es – ebenso wie die „Ups“, also die Erfolge – in der Geschichte der Werner Schwimmbäder immer wieder gegeben hatte.

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Grundsteinlegung am neuen Solebad in Werne

Der Bürgermeister erinnerte an die Schließung der Werner Zeche in den 70er-Jahren, wodurch die Existenz des Bades infrage gestellt wurde – doch die Sole konnte weiterleben, dank einer neuen Leitung aus Rünthe.

560 Quadratmeter Solefläche ist einzigartig in der Region

Mit Geschichten wie dieser machte das Stadtoberhaupt den Zuhörern auf der Baustelle zwischen Hagen und Horneburg Mut – und signalisierte Kritikern, dass er keinen Zweifel am neuerlichen Erfolg des zwischen 15 und 17 Millionen Euro teuren Projekts hegt: „Wir sind im Zeitplan, wir sind im Kostenrahmen. Im Frühjahr 2019 steht das Ding.“ Neben der Geschichte zieht Christ seine Zuversicht auch aus der Arbeit der Verantwortlichen, namentlich dem Planungsbüro Geising und Böker, das „tolle Arbeit leistet, insbesondere dann, wenn es knifflig wird“.

Und so werde Werne ein barrierefreies, komfortables Bad bekommen, „das für alle da ist“. Allerdings scheint es in der Bevölkerung Zweifel zu geben, ob ab dem Frühjahr 2019 auch wirklich alle kommen: „Ich weiß nicht, ob alle Badegäste, die früher bei uns waren und sich nun andere Bäder suchen mussten, zurückkehren“, gab Christ zu. „Aber ich bin überzeugt, dass es viele sein werden – und dass es auch viele neue Gäste geben wird.“

Denn eine 560 Quadratmeter große Solefläche suche man in der Region vergebens, auch für den Sport werden genug Flächen da sein, es gibt einen Familienbereich und „endlich eine Rutsche für die Kinder und Jugendlichen in Werne“.
Bevor der Bürgermeister die Zeitkapsel mit Chronik, Tageszeitungen sowie 3,86 Euro in Münzen einmauerte, richtete er noch mal eine Botschaft an alle Bürger: „Ich mache mir keine Sorgen. Seitdem die jetzt für den Bau Verantwortlichen am Ruder stehen, läuft es.“

Rohbau soll bis Winter fertig sein

Wie genau es läuft und laufen wird, erläuterte Heinrich Brinkhues vom Büro Geising und Böker: Von 25.300 Kubikmetern umbautem Raum seien bis jetzt 6300 Kubikmeter fertig – etwa ein Viertel. „Dass es am Anfang so lange gedauert hat, hängt mit der komplizierten Bauweise der Becken zusammen“, so der Architekt. Diese Bauweise sei wegen des aggressiven Solewassers notwendig gewesen.

Fortan soll es schneller vorangehen, noch vor dem Winter soll der Rohbau stehen und das Dach geschlossen sein. Die ersten Schalungen für die Wände stehen bereits und lassen die Dimensionen des Neubaus erahnen. Wenn man sich dann Animationen vom fertigen Bad anschaut, kann einem schon mal ein Lächeln übers Gesicht huschen.

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