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Zeugen gesucht: Epileptiker in Werne während Anfalls ausgeraubt

WERNEUnglaublich dreiste Straftat in Werne: Als Epileptiker Helmut Struppek merkte, dass sich ein Anfall anbahnte, stieg er aus dem Bus. Nachdem er wieder zu sich gekommen war, stellte er fest, dass sein Rucksack und Portemonnaie fehlten.

Epileptiker in Werne während Anfalls ausgeraubt
Helmut Struppek ist enttäuscht: Während eines sogenannten autogenen Anfalls wurde der Epileptiker, der zum Schutz einen Helm trägt, offenbar bestohlen. Foto Helga Felgenträger

Als Helmut Struppek (57) an der Haltestelle Hansaring wieder zu sich kam, musste er enttäuscht feststellen: Während eines autogenen Anfalls sind sein braunes Portemonnaie und sein Rucksack verschwunden. Er vermutet, dass sie geklaut wurden.

In der vergangenen Woche, Donnerstag, 9. März, nahm er um 15.22 Uhr am Busbahnhof den Bus in Richtung Stockum, die Linie R 14. Er kam bis zur Haltestelle Hansaring beziehungsweise Schemmelweg. „Ich weiß es nicht genau, wo es mich erwischt hat“, erzählt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Er ist Epileptiker und leidet seit 2002 unter epileptischen und autogenen Anfällen. An den genauen Ablauf kann er sich meist hinterher nicht erinnern.

Im Bus bemerkte er bereits, dass sich ein Anfall ankündigt. Er stieg aus und fand sich gegen 16 Uhr am Schemmelweg in der Nähe der Klöcknerstraße wieder. Als er seine Brusttasche, wo sich stets seine Geldbörse befindet, durchsuchte, fehlten Portemonnaie mit allen Papieren (Schwerbehindertenausweis, Fahrkarte für öffentlichen Nahverkehr, Bücherei, Personalausweis, Krankenkassen-Karte und etwas Geld), und auch der Rucksack mit einem Buch aus der Stadtbücherei war weg.

Zeugen gesucht

„Ich konnte es nicht glauben.“ Struppek trägt stets eine Notfallkarte mit Rufnummer und Medikamentenplan um den Hals. „Bisher habe ich immer gute Erfahrungen gemacht und man hat die Notrufnummer gewählt.“
Weder in den umliegenden Geschäften noch bei der VKU konnte er Hinweise erhalten. Bei der Polizei erstattete er Anzeige. Wer den Vorfall am 9. März beobachtet hat, möge sich bei der Polizei melden. Hinweise unter Tel. (02303) 9210.

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